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Leukose - eine Krankheit mit vielen Gesichtern


Leukose ist eine Krankheit des Abwehrsystems der Katze, die von Viren (den Felinen Leukoseviren, FeLV) verursacht wird. Eine Infektion mit diesen Viren führt nicht zwangsläufig zur Erkrankung. Man schätzt, dass bis zu 70 % der Freiläufer in Ballungszentren Kontakt mit dem Virus hatten, aber nur 2- 6 % dieser Katzen tatsächlich krank werden. Bricht die Krankheit jedoch in ihrem Vollbild aus, führt sie unabwendbar zum Tode der Katze – die Symptome können höchstens gelindert und das Sterben der Katze hinausgezögert werden.


Leukoseviren gehören zu den sogenannten Lentiviren, zu den langsamen (lenti = langsam) Viren. Das macht sie besonders heimtückisch. Entwickelt sich aus der Infektion eine Erkrankung kommt es etwa zwei bis sechs Wochen nach der Infektion zu den ersten Symptomen. Die Katze leidet je nach Schweregrad der Erkrankung mehr oder weniger an Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit. Nach diesem Stadium auch Primärphase genannt, können einige Katzen die Viren noch überwinden. Viele Tiere jedoch können die Viren nun nur noch in Schach halten und es ist nur eine Frage der Zeit und der Umstände bis die zweite Phase der Krankheit beginnt. Die Katze kann lange Zeit völlig gesund erscheinen, obwohl sie die Viren in sich trägt.


In der zweiten Phase sind die Symptome äußerst unterschiedlich. 20 - 25 % der Katzen leiden unter Tumoren der Organe des Abwehrsystems vor allem der Lymphknoten. Beim Großteil der Patienten äußert sich die Krankheit jedoch mit ganz verschiedenen Symptomen, die aber auf das geschädigte Immunsystem hinweisen. Es kommt zu schlecht heilenden Wunden, immer wieder auftretenden Zahnfleisch- und Ohrentzündungen, chronischen Durchfällen, Entzündungen der Augen und der Nieren, sowie Schädigungen des Nervensystems. Betroffene Katzen haben häufig ein mattes ungepflegtes Fell. Mit dem Fortschreiten der Krankheit werden die Tiere immer schwächer und anfälliger für andere Infektionen. Da sie sich mit ihrem geschädigten Immunsystem nicht mehr gegen sie wehren können, sterben sie früher oder später an einer dieser Infektionen.


Übertragen werden die Viren hauptsächlich beim direkten Kontakt mit infizierten Katzen. Der Speichel ist die Hauptinfektionsquelle – gefährlich sind also vor allem Bissverletzungen und gegenseitiges Belecken. Die Viren können sich aber auch im Kot, Urin und in der Muttermilch befinden. In der Außenwelt überlebt das Virus nur kurze Zeit, die Gefahr einer Übertragung durch gemeinsame Futter- oder Tränkgefäße, die Katzentoilette oder Liege und Ruheplätze ist also gering aber nicht völlig auszuschließen.


Mittlerweile gibt es Impfungen gegen die Leukoseviren. Katzenhalter, deren Katzen nach draußen dürfen oder die Kontakt zu anderen Katzen haben (z.B. Aufenthalt in einer Katzenpension in Ferienzeit) sollten sich dringend beraten lassen. Wir finden mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung.


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