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Harnsteine bleiben lange unentdeckt


Harnsteine können in den Nieren oder weit häufiger in der Blase entstehen. Sie entwickeln sich aus überschüssigen Mineralstoffen und organischen Substanzen. Manche Rassen haben eine erbliche Veranlagung für die Bildung von Harnsteinen. Dalmatiner z. B. scheiden beim Eiweissstoffwechsel die schwer lösliche Harnsäure aus. In der Blase bildet die Harnsäure Kristalle, die zu den sogenannten Urat-Steinen wachsen können. Bei Dackeln und Bassets führt ein anderes Stoffwechselproblem zu den sogenannten Zystin- oder Xanthinsteinen.


Harnsteine können Reizungen und Entzündungen der Schleimhäute von Blase und Harnröhre verursachen. Insbesondere bei Rüden besteht die Gefahr, dass die Harnsteine die Harnwege verlegen. Der Hund kann dann nur noch mit Mühe und unter Schmerzen Harn absetzen. Unbehandelt kann die Verstopfung der Harnwege zu schweren, ja tödlichen Nierenerkrankungen führen.


Tatsächlich ist ein „Nicht richtig pinkeln können“ immer ein Notfallsymptom. Bitte wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt, wenn Ihr Hund Schwierigkeiten beim Harnabsatz hat.


Einige Harnsteinarten kann man auf dem Röntgenbild sehen, andere sind nur mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen zu erkennen. An erster Stelle steht die Entfernung der Steine. Sehr kleine Steine können eventuell ausgespült werden. Größere Steinen müssen entweder durch eine Operation aus der Blase entfernt oder mit einem speziellen Ultraschallgerät zertrümmert werden. Bei Rüden kann eine Öffnung der Harnröhre unumgänglich sein, wenn sich die Harnsteine dort festgesetzt haben.


Nach der Operation sollte die Ernährung des Hundes umgestellt werden. Es gibt Spezialdiäten, die einer erneuten Harnsteinbildung vorbeugen können. Allerdings müssen diese Diäten auf die Harnsteinart abgestimmt sein. Tatsächlich sind über elf verschiedene Steinarten bekannt, die unterschiedlich behandelt werden müssen.


Wenn die Steine noch keine gravierenden Symptome verursachen, können zumindest einige Steinarten (nicht alle!) mit Spezialdiäten und Antibiotika zur Auflösung gebracht werden. Dazu gehören Steine, die durch bakterielle Entzündungen und einen Eiweiss- und Mineralüberschuss verursacht werden wie z. B. die häufigen Struvit-Steine. Erfolglos bleibt diese Methode jedoch bei Steinen, die z. B. aus Kalziumoxalat bestehen.


Dalmatiner, die unter Uratsteinen leiden, werden mit einem Spezialwirkstoff behandelt.


Bei allen Steinarten ist es wichtig, dass der Hund ausreichend Wasser zu sich nimmt. Das können Sie erreichen, indem Sie sein Futter suppig zubereiten und etwas Kochsalz hinzugeben um seinen Durst anzuregen. Die Zugabe von Kochsalz ist allerdings bei Herzschäden nicht erlaubt. Frisches Wasser sollte dem Hund immer zur Verfügung stehen.


Weitere Tipps zur Vorbeugung oder Nachbehandlung von Harnsteinen geben wir Ihnen gerne.

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