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Durchfällen vorbeugen


Viele Durchfälle bei Hund und Katze entstehen durch Fehler bei der Fütterung. Kuhmilch z. B. führt bei beiden Tierarten häufig zu Verdauungsstörungen. Das liegt manchmal an den speziellen Proteinen (Eiweißen) der Kuhmilch, meist jedoch an dem Kohlenhydrat Milchzucker, der Laktose. Jungtiere besitzen das Ferment Laktase, mit dessen Hilfe sie den Milchzucker verdauen können. Ausgewachsenen Tieren fehlt in der Regel dieses Ferment. Der unverdaute Milchzucker zieht Wasser in den Darm. Das macht den Kot weich und flüssig. In Maßen genossen schadet Milch jedoch nicht, die meisten Hunde vertragen bis zu 20ml Milch pro kg Körpergewicht pro Tag. Katzen sind wesentlich empfindlicher. Kondensmilch enthält übrigens noch mehr Milchzucker, während Quark, Käse und andere gesäuerte Milchprodukte bekömmlicher sind.


Eine ähnliche Wirkung wie Milchzucker haben auch andere Kohlenhydrate. So z. B. die Kohlenhydrate, die in Erbsen und Bohnen enthalten sind. Beide Hülsenfrüchte dürfen übrigens nie roh verfüttert werden, da sie Gifte enthalten, die nur durch Kochen zerstört werden. Viele Hunde lieben Bananen. In großen Mengen lösen sie jedoch aufgrund der in ihnen enthaltenen Stärke Durchfall aus. Gekocht oder gebraten übrigens nicht – das Erhitzen macht die Bananenstärke besser verdaulich. Auch die beliebten Möhren sind in dieser Hinsicht nicht ohne: Mehr als 15g frische Ware pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag sind dem Verdauungstrakt der meisten Hunde zuviel. Von süßem Obst wie Äpfeln und Birnen sollte ein Hund nicht mehr als 10g pro Kilogramm Körpergewicht erhalten. Pflaumen haben-wie vom Menschen bekannt - eine noch stärkere „Durchschlagskraft“.


Schlachtabfälle, die größtenteils aus Bindegewebe bestehen, wie z. B. Lungen, Euter, Sehnen, Knorpel usw., sind schwer verdaulich. Neben Blähungen können sie auch Durchfälle verursachen. Rohes Eiklar enthält einen Stoff, der die Verdauung von Eiweißen aus der Nahrung behindert. Die unverdauten Eiweiße vergären im Darm und führen zu Durchfällen. Es gibt natürlich auch individuelle Futterunverträglichkeiten, was der einen Katze bekommt, kann der anderen schaden – genauso verhält es sich auch beim Hund.


Neben Nahrungsbestandteilen können auch Fehler in der Lagerung des Futters und der Art der Fütterung Durchfälle verursachen. Lassen Sie Feuchtfutter niemals länger als eine halbe Stunde im Napf stehen – denn insbesondere im Sommer kann das Futter leicht verderben. Trockenfutter kann von Milben und Schadinsekten befallen werden. Nimmt das Tier diese mit dem Futter auf, können schwere Verdauungsstörungen und Allergien entstehen. Kontrollieren Sie daher regelmäßig ihr Futtervorräte auf Schädlingsbefall oder Verunreinigungen. In überlagerten oder falsch gelagerten Futtermitteln können sich Schadstoffe entwickeln. Beachten Sie bei Lagerung des Futters die Angaben des Herstellers. Wechseln Sie nie abrupt das Futter – die Verdauung ist ein „Gewohnheitstier“ – und reagiert auf plötzliche Veränderungen mit Störungen. Daher sollten Sie auch immer feste Futterzeiten einhalten. Wenn Magen und Darm „wissen, wann es was zu futtern gibt“, stellen sie sich darauf ein und können ihre Verdauungsarbeit besser tun. Die richtige Ernährung beugt vielen Krankheiten vor – wir beraten Sie gerne auch individuell zum Thema „Richtige Ernährung“.

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